8. Tag: Livorno nach Follonica
8. Tag: Livorno nach Follonica

8. Tag: Livorno nach Follonica

Der Morgen begann mit meinem löslichen Kaffee, den ich auf meinen Mini Gaskocher zubereitet habe. Eigentlich eine praktische Sache.

Die nächsten Kilometer ab Livorno waren eher unangenehm, da hier die Autofahrer ziemlich gestresst und rücksichtslos unterwegs waren. Erst als ich auf die Via Aurelia traf, stellte sich die typisch toskanische  Stimmung ein. Obwohl auch hier ziemlich viel Verkehr unterwegs war.

Auf der Höhe von Cecina suchte ich nach ruhigen Wegen durch die Pinienwälder, was aber leider nicht ganz erfolgreich war, weil immer wieder Bereiche abgesperrt waren. Das hieß, wieder auf die Via Aurelia. Dann vorbei an Bolgheri und Castagneto Cartucci. Beliebte Orte aus meinen zahlreichen Toskana Urlauben.

Nach San Vincenzo ging es auf die Via Della Principella, die sehr angenehm zu befahren war. Total flach, immer schön im Schatten, fast alles auf Radwegen und der ständige Geruch der Pinien erfreut dabei den Radler.

Natürlich musste ich noch zum Strand von Baratti und hoch auf den Berg von Populonia. Es sind einfach meine ‚Favorites‘ in der Toskana. Und da habe ich den Fehler begangen. Hier hätte ich bleiben sollen. Aber nein, irgendwie dachte ich es kommt ja noch was, ich muss immer weiter, kann einfach nicht nur den Moment genießen. Deswegen hab ich mich auf die Umgehung von Piombino (die Industrie- und Hafenstadt sollte man möglichst meiden) begeben, was ziemlich schlauchte und langweilig war. Aber dann muss es möglichst bald ein Campingplatz sein. Das war mein Plan. Aber – wie das so mit Plänen ist, wenn man sie nicht genau ausarbeitet, dann kann es ziemlich in die Hose gehen. Und so war es heute. Die nächsten Campingplätze waren entweder sogenannte „Sosta Camper“ (eher was für Camping-Mobile, in der Regel ohne Restaurant) oder regelrechte Camping Ferienlandschaft. Und in so eine Ferienlandschaft musste ich dann notgedrungen absteigen. Diese Ferienlandschaften haben eigentlich nicht sehr viel mit Camping zu tun. Die sind so groß, da kann man sich sehr einfach verlaufen. Aber Glück im Unglück, das Campingplatz Restaurant war ausgezeichnet.

Und als ich jetzt diese Zeilen schreibe, sitze ich in der Campingplatz-Bar, mitten unter Teenagern, die direkt aus der Animations-Veranstaltung gekommen sind. Oje.


Strecke:107 km
Anstiege:473 hm
Fahrzeit:5:26
Höchsttemperatur:32 Grad

4 Comments

  1. Joerg Mueller

    Ich höre die Worte „Via Aurelia“ und „Bolgheri“ und „Castagneto Cartucci“ und „Populonia“ und sehe die Bilder von Dir: dann kann ich die Pinienwälder riechen, spüre einen leichten Luftzug und schmecke schon den Wein …. mehr davon!

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