11. Tag: Civitavecchia nach Rom
11. Tag: Civitavecchia nach Rom

11. Tag: Civitavecchia nach Rom

Da ich heute kein Zelt abbauen musste, kam ich auch früher los. Und früh am Morgen ist das Radeln auch noch angenehm frisch.

Heute ging es sehr angenehm immer der Küste entlang, mit ständigem Blick aufs Meer und relativ flach. So wünscht man sich das.
Auf einer Nebenstraße gelang ich in eine Gegend, die mich sehr an Kalifornien erinnerte. Tolle Anwesen, die nach viel Geld aussahen. Etwas High Society, viele morgendliche Läufer und alle perfekt gestylt. Auch der Eyecatcher an einem Melonenstand hatte so amerikanische Züge.

In Fiumicino erreichte ich den Flughafen Leonardo da Vinci, an dem ein angenehmer Radweg vorbeiging. Dann im ersten Supermarkt (guter Tipp: nicht auf weitere Supermärkte warten, das kann schief gehen) Getränke und Weintrauben nachgetankt.

Dann ging es auf den offiziellen Radweg „Mare – Roma“, der immer am Tiber entlang direkt ins Herz von Rom führen sollte. Am Anfang perfekt ausgebaut, wandelte er sich immer mehr zu einem Feldweg und teilweise sogar einem Trampelpfad. Er war aber gut befahrbar und die Natur und Stille war einfach überwältigend. So nach 20 km auf dem Radweg änderte sich langsam das Bild. Immer mehr Straßen wurden unter- oder überfahren, die schöne Natur wechselte in eine Mixtur aus alte Gärten, Brachland und Müllablagerungen. Schade.

Erst als es in die Straßen von Rom ging wich dieser Eindruck und geschäftliches Treiben und lauter Verkehr kam in den Vordergrund. Alles aber auf (schlechten) Radwegen. Als der Radweg zum tiefen Tiber Radweg wechselte wurde er beeindruckend. Völlig weg vom Verkehr durchfuhr ich alte Brücken und sah plötzlich die Engelsburg vor mir. Jetzt musste ich mein Bike nur noch 30 Treppen 😠 hochtragen und schon stand ich auf der Via della Conciliazone, der Prachtstraße die direkt zum Petersplatz ging. Und es gab kein Verkehr, da die komplette Straße abgesperrt war. Das war ein erhabendes Gefühl.

Nun als erstes das obligatorische Zielfoto vor dem Petersdom gemacht, schnell noch ein Ankommens Moretti (mein italienisches Lieblingsbier) an einem Kiosk getrunken und dann nach der Adresse von Jochen gesucht.

Denn da sollte es noch hingehen. Jochen, ein Freund aus früheren Tagen lebt schon ewige Zeiten in Rom und ich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen.

So – nach 11 Tagen und 1262 km ging heute die Tour zu Ende. Mein Garmin Fahrradcomputer verriet mir auch noch, dass ich in Summe 7344 Höhenmeter hochgeradelt bin und dabei in Summe mehr als 40000 Kalorien verbrannt haben soll.

Vom Marienplatz in München bis zum Petersplatz in Rom, es war eine schöne Tour. Vielleicht etwas heiß (falsche Jahreszeit gewählt), zu viel auf die Stärke von meiner Komood-Plattform vertraut (lieber selber planen) und wie bei fast jeder Tour: Ich hatte natürlich zu viel Zeugs dabei.
Aber sehr positiv: Ich habe nicht einmal mein Werkzeug oder die Luftpumpe benutzen müssen, d.h. die gesamte Strecke war pannenfrei.


Strecke:111 km
Anstiege:296 hm
Fahrzeit:5:36
Höchsttemperatur:30 Grad

5 Comments

  1. Roger

    🎉👍👏🌍🍇🍻
    Gratuliere herzlich. Nur das mit dem zu viel Zeugs habe ich nicht verstanden. Ich habe immer nur ein Fahrrad gesehen, das nicht Mal einen Gepäckträger hat. 😄

  2. Joerg

    Herzlichen Glückwunsch – coole Tour mit guten Wetter: bei uns spielt das Wetter verrückt …. von daher: Du hast Alles richtig gemacht!

    Hast Du eigentlich Passanten gefragt ob Sie ein Bild von Dir machen?

    Geniesse Rom!

  3. Stefan Meixner

    Servus und buongiorno und Gratulation bist du schon wieder bei uns vorbei geradelt (ca. Höhe Grosetto) ich bin auch schon 2x um den Argentario rum geradelt. Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Urlaub und schönen Gruß von Steffi und Stefan

  4. Andreas Baumann

    Superduper… toll… die Impressionen in Deinem Blog sind sehr beeindruckend 🙂
    Gratuliere zur erfolgreichen Fahrt und wünsche Dir gute Erholung 🙂

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